Oxford 2011 – It was amazing!

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Ich war in den Sommerferien 2011 mit EF für drei Wochen in Oxford (England). Zuerst wollte ich mit einer Freundin zusammen fahren, aber wir konnten uns nicht einigen, wo wir hinfahren wollten, und so beschloss ich allein nach Oxford zu fahren. Als ich die Reise circa ein halbes Jahr vorher gebucht hatte, schien es mir noch ewig bis dahin und freute mich schon darauf.

Als dann nach und nach der Kursleiterbrief, die Flugdaten und die Adresse der Gastfamilie kamen, stieg die Aufregung immer weiter. Doch dann kam der Tag der Abreise und ich musste mich von meinen Freunden und meiner Familie verabschieden. Es war meine erste Reise alleine – ohne Freunde und Familie, ohne dass ich vorher jemanden kannte, der mitfuhr, und es fiel mir sehr schwer mich von allen zu verabschieden. Am Flughafen München traf sich eine Gruppe mit einem Begleiter von EF, der sie auf dem Flug nach London – Heathrow begleitete. Die Gruppe bestand aus den verschiedensten Leuten, die ihre Sprachreise entweder in London oder in Oxford verbrachten und denen es allen ähnlich ging wie mir: Sie kannten vorher niemanden, der mitfuhr und waren froh, jemanden zu finden mit dem sie sich verstanden. Bereits am Flughafen fand ich zwei Mädels, mit denen ich mich anfreundete, und die ihre Sprachreise auch in Oxford verbrachten. In London übergab uns der Begleiter dann an die Kursleiter, die die verschiedenen Kurse in Oxford und London während den folgenden drei Wochen betreuten. Da die Gruppen mit Bussen weiterfuhren, mussten wir auf Flüge von anderen Flughäfen in Deutschland warten. So warteten wir noch mehrere Stunden bis die Letzten zur Gruppe dazu gestoßen waren und lernten uns in der Zeit schon kennen. Dann fuhren alle, die nach Oxford wollten, ungefähr eine Stunde mit dem Bus nach Oxford zum Kassam Stadium, wo wir auf unsere Gasteltern warteten und den Stadtplan von Oxford studierten.

Als die ersten von ihren Gasteltern und von Taxis, die einen zur Gastfamile brachten, abgeholt wurden, stieg die Anspannung und es gab nur noch ein Thema: wie ist die Gastfamile. Dann holte mich auch meine Gastmutter ab. Da man immer zu mindestens zweit in einer Familie ist, lernte ich auch meine „deutsche Gastschwester“ erst zu diesem Zeitpunkt kennen. Wir fuhren also zu dritt ohne, dass einer den anderen kannte, zum Haus meiner Gastfamilie. Die Situation im Auto war sehr komisch, zuerst sagte keiner etwas, dann fragte unsere Gastmutter uns wie die Reise war, wo wir herkamen, wie alt wir sind, wer wer ist (sie wusste vorher nur wie wir heißen, nicht wie wir aussehen) und als wir am Haus ankamen war es schon nicht mehr so komisch wie noch am Stadium.

Wir trugen unsere Koffer die schmale Treppe hoch und unsere Gastmutter Maxine zeigte uns “unser“ Zimmer. Es war nicht sonderlich groß, es hatte nur ein Hochbett mit Nachttisch und eine Kommode Platz , aber auf der Kommode standen ein Fernseher und ein Laptop mit Internetverbindung, den sie extra für ihre Gastschüler aufgehoben hatte, und auf dem Nachttisch stand eine Schale mit frischem Obst und zwei Gläser. Wir packten unseren Koffer aus beziehungsweise unter das Hochbett, damit wir ein bisschen mehr Platz hatten und unsere Gastmutter machte Pizza zum Abendessen. Unsre Gastmutter fragte uns, was wir in unsre Lunch – Paket haben wollte, da sie morgens nicht da ist, weil sie arbeiten musste, und deshalb uns die Pakete auf den Esstisch legen würde. Am nächsten Morgen lernten Jocelyn, meine „deutsche Gastschwester“, und ich unsere englische Gastschwester und deren Freund kennen. Die beiden brachten uns zum Kassam Stadium zurück, wo wir uns mit dem deutschen Kursleiter, der uns am Vortag am Flughafen London – Heathrow in Empfang genommen hatte, und unserem „Activity Leader“ trafen. Dort kauften wir unsere Busfahrkarten für die drei Wochen unseres Aufentha lts und machten eine Vorstellungsrunde. Anschließend fuhren wir in die Innenstadt, wo unser „Activity Leader“ uns zeigte den Platz, an dem wir uns in den nächsten drei Wochen trafen, wenn wir uns nicht in der „Schule“, dem Kassam Stadium, trafen, und wo wir verschiedene Sachen wie Adapter für die Steckdose, Souvenirs und Lebensmittel kaufen konnten. Dann zeigte er uns noch, wo verschiedene Buslinien abfuhren, woraufhin wir wieder zurück zum Kassam Stadium fuhren. Dort schrieben wir einen Einstufungstest, durch dessen Ergebnisse die beiden Kurse noch mal in kleinere Gruppen unterteilt werden sollten, und bekamen unseren „Stunden – “ bzw. „Drei – Wochen – Plan“. Danach hatten wir Freizeit und ich fuhr „nach Hause“, wo meine Gastmutter schon auf mich wartete. Sie erkundigte sich, wie mein Tag war und wann ich wieder weg musste, daraufhin fing sie an zu kochen, damit ich essen konnte, bevor ich wieder in die Stadt fuhr. Dort fand an diesem Abend eine Art Schnitzeljagd statt, damit wir die Stadt besser kennenlernten. An den darauffolgenden Abenden fand EF Disco, EF Mega Party oder Kino statt, die Teilnahme an diesen Aktivitäten ist nicht verpflichtend, oder wir konnten „zu Hause“ bleiben oder uns mit Freunden treffen. Wenn man unter 18 Jahre alt war, musste man um 22 Uhr bei seiner Gastfamilie sein. Am nächsten Morgen trafen sich die beiden Kurse um neun Uhr zum Unterricht im Kassam Stadium, wo wir diesmal selbstständig mit dem Bus hinkommen mussten. Wir bekamen das Workbook Green Line New Bayern und andere Hefte, die wir in den drei Wochen entweder mit unserem deutschen Kursleiter oder mit einem englischen Lehrer bearbeiteten.

Unter der Woche fand der Unterricht abwechselnd entweder um neun Uhr oder nachmittags ab circa 15 Uhr statt. Im Unterricht mit unserem englischen Lehrer machten wir ein Projekt. Unser Projekt war ein Video zu machen, das dann als Werbung für EF dienen soll. Das beste Video kann ein iPad2 gew innen. Wenn der Unterricht in der Früh stattfand, gab es nachmittags Ausflüge oder Freizeit, wenn der Unterricht am Nachmittag war, machten wir morgens zum Beispiel Sightseeing Oxford oder Museumsbesuche. An den Wochenenden machten wir Ausflüge mit dem Zug oder dem Bus nach London, Bath und Brighton.

In Bath haben wir einen Stadtrundgang gemacht und hatten ein bisschen Freizeit. In Brighton haben wir den Royal Pavillon angeschaut und hatten danach Zeit um in der Stadt Shoppen zu gehen oder an den Strand zu gehen. In London waren wir zweimal. Beim ersten Mal waren wir dort um Sightseeing zu machen, beim zweiten Mal waren wir dort zum Shoppen (am letzten Samstag). Am letzten „Schultag“ der drei Wochen gab es den EFCELT (Education First Cambridge English Language Test), dessen Ergebnis in Form von einer kleinen Feier übergeben werden. Am letzten Sonntag hatten wir frei um Souvenirs zu kaufen, Koffer zu packen oder mit der Gastfamilie den Tag zu verbringen.
Unterricht in den Ferien klingt nicht so prickelnd, aber der Unterricht auf meiner Sprachreise war alles andere als langweilig. Er wurde viel lockerer gestaltet und es gab keinen Leistungsdruck oder einen bestimmten Stoff, der mit aller Gewalt durchgebracht werden musste, was die Sache sehr entspannt. Im Unterricht durften wir auch Essen und Trinken und haben fast alles in Gruppenarbeit gemacht. Noch mehr als der Unterricht hat allerdings das Leben in meiner Gastfamilie und die Ausflüge in und um Oxford geholfen, mein Englisch zu verbessern. Meine Gastmutter interessiert uns kennenzulernen und nicht nur uns über die drei Wochen möglichst billig zu versorgen und somit Profit aus uns zu schlagen. Abends wenn wir „zu Hause“ waren und zusammen fernsahen fragte sie immer wieder, ob wir diese oder jene Fernsehsendung auch haben und wie wir in Deutschland leben. Sie war sehr, daran interessiert, dass es mir und meiner „deutschen Gastschwester“ gut geht, dass wir alles hab en, was wir brauchten und daran, dass wir uns bei ihr wohl fühlten. Da sie auch meine Freunde, die ich auf der Sprachreise gefunden hatte, kennenlernen wollte, erlaubte sie, dass ich meine Freundinnen einlud und machte für uns Hot Dogs, Burger und Popcorn für die beiden DVD – Abend, die ich bei mir machen durfte.

Die drei Wochen waren im nach Hinein viel zu kurz, doch geblieben sind wunderschöne Erinnerungen und neue Freunde – in England und Deutschland. Mit meinen neuen Freundinnen aus Deutschland treffe ich mich immer noch regelmäßig und mit meiner Gastmutter habe ich auch noch regelmäßigen Kontakt.
Auch wenn andere, die in meiner Gruppe waren, nicht nur gute Erfahrungen mit den Gastfamilien gemacht haben, würde ich jederzeit wieder auf Sprachreise und in eine Gastfamilie gehen und kann so eine Reise nur empfehlen – auch alleine, denn alleine ist man auf einer Sprachreise nicht lange.

Erfahrungsbericht von Nadine R.

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