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Reiselust?
Sprachurlaub statt Fernweh!



„Passagiere der Maschine von Sydney nach München werden gebeten, sich umgehend zum Gate A12 zu begeben!“ Man befindet sich am Flughafen eines fernen Landes, das einem vor ein paar Wochen noch vollkommen unbekannt war und sich nun fast wie ein neues Zuhause anfühlt. Es ist Zeit, Abschied zu nehmen, und obwohl man anfänglich mit Heimweh zu kämpfen hatte, möchte man hier plötzlich gar nicht mehr weg. Seltsam? Nein, absolut normal. Man begibt sich auf ein völlig neues Terrain, trifft an einem fremden Fleck der Welt ein und fühlt sich unsicher, was hauptsächlich auf die Sprache und die neue Umgebung zurückzuführen ist. Dann jedoch kommt nach ein paar Tagen Eingewöhnungsphase endlich der Moment, in dem man beginnt, sich einzuleben, nicht mehr länger an Zuhause zu denken, sondern sich auf das, was man gerade erlebt, voll und ganz einzulassen. Es gibt nichts Schöneres, als sich dem anfänglich noch Unbekannten langsam, von Tag zu Tag mehr, zu öffnen. Neues entdecken, Menschen aus allen Ecken der Welt kennenlernen, sich in der Landessprache problemlos mit Einheimischen unterhalten – all das erweitert den eigenen Horizont, prägt nachhaltig und beschenkt jeden mit ganz individuellen und unvergesslichen Erinnerungen.

Reisen kann ein Gefühl auslösen, das man von Prüfungen oder Auftritten kennt – Nervenkitzel und Lampenfieber. Zudem lässt das Reisen in fremde Länder einen ungemein reifen. Je früher man mit Fremdsprachen in Kontakt tritt, desto leichter tut man sich beim Lernen und desto mehr verspürt man später das Verlangen, sich kontinuierlich weiterbilden zu wollen. Anders als im Urlaub ist man bei einer Sprachreise ein wenig gebunden, denn der Unterricht verfolgt eine gewisse Regelmäßigkeit. Diese ist notwendig, um vorab gesetzte Ziele in dem gegebenen Zeitraum zu erreichen.

Ob Englisch in Sydney, Japanisch in Tokio, Russisch in St. Petersburg oder Italienisch in Rom, die Palette an Angeboten ist groß und vielfältig. Es fällt oft schwer, das richtige Sprachpaket zu finden. Essenziell ist zunächst vor allem, dass man genau überlegt, wie die eigenen Bedürfnisse aussehen und was man sich von seinem Aufenthalt verspricht, ohne zu hohe Ansprüche zu stellen. Eine individuelle und zielgerichtete Beratung ist der nächste Schritt. Gemeinsam mit Experten lässt sich der optimale Sprachaufenthalt leichter planen und verwirklichen. Außerdem hat man so immer einen Ansprechpartner, falls etwas nicht so laufen sollte, wie man es sich ausgemalt hat.

Entscheidet man sich für das Wohnen bei einer Gastfamilie, so kann diese ebenfalls als Ansprechpartner dienen. Das Leben bei einer einheimischen Familie ist sehr hilfreich in Bezug auf die Eingewöhnung in einem zunächst fremden Land. Man findet sofort Anschluss, hat eine Art „Zweitfamilie“, an die man sich stets wenden kann, und zudem haben viele Gastfamilien bereits Erfahrung im Umgang mit Sprachschülern. Wichtig ist, dass man so unvoreingenommen wie möglich und mit geringen Ansprüchen an den Zielort reist. Oft trifft man auf ärmere Verhältnisse, als man es von Zuhause gewöhnt ist. Dies öffnet einem die Augen und beweist, dass kein Ort der Welt mit einem anderen identisch ist. Nur dadurch sammelt man Erfahrungen. Man lernt, das wertzuschätzen, was man hat.

Der erste Gang zur Sprachschule ist womöglich mit einem Gefühl der Unsicherheit verbunden. Man ist noch auf sich selbst gestellt, kennt noch keinen der anderen Teilnehmer und hat keinen blassen Schimmer davon, was auf einen zukommt. Dies ändert sich jedoch schnell. Gleich bei der Ankunft wird man vom Schulteam herzlich in Empfang genommen und mit anderen Sprachschülern bekannt gemacht. Als Nächstes stehen der Einstufungstest und die Einteilung in die Lerngruppe an, die dem eigenen Sprachlevel entspricht. Endlich kann es losgehen! Die Fortschritte sind schnell spürbar, und bei der Rückreise ins Heimatland wird vor allem eines nicht mehr so sein wie vorher: das Niveau der eigenen Fremdsprachenkenntnisse. Durch lustige und abwechslungsreiche Übungen, viel Kommunikation und gemeinsame Ausflüge an den Strand oder in die Stadt ist innerhalb kürzester Zeit das Heimweh verschwunden und der Aufenthalt verfliegt schneller, als es einem lieb ist.

Irgendwann ist er dann einfach da, der Tag des Abschieds, und dieser fällt wie immer besonders schwer. Man tauscht noch rasch Adressen aus und gibt zu verstehen, dass man auf jeden Fall in Kontakt bleiben möchte. Dann geht es mit dem Schultransfer zum Flughafen. Schön war es! Und die einzige Möglichkeit, das Fernweh zu stillen, das jedem Reiselustigen schnell wieder blüht, liegt darin, bald die nächste Sprachreise in Angriff zu nehmen.


ESL Sprachreisen
089-23239160
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itchy feet Nr.7, Ausgabe 2010

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