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Ein zweites Zuhause in Ohio
„Ich wollte schon immer im Ausland leben, und so traf ich die endgültige Entscheidung, trotz vorliegendem Ausbildungsvertrag für zwölf Monate in die USA zu ziehen. Ich entschied mich für das Au Pair-Dasein. Ich orderte im Internet eine Broschüre von Cultural Care und schickte die Kurzbewerbung ab, woraufhin ich kontaktiert wurde und eine Einladung zu einem Informationstreffen erhielt. Ich fing an, Referenzen von meinen Lehrern zu sammeln, machte ein Praktikum im Kindergarten und bat meine Babysitterfamilien um Referenzen, um die erforderlichen 200 Stunden Kinderbetreuungserfahrung nachzuweisen. Anschließend besuchte ich ein Vorbereitungstreffen und übergab meine Bewerbungsunterlagen an eine Mitarbeiterin bei Cultural Care, die selbst früher Au Pair war und uns ausführlich von ihrem Jahr erzählte und uns noch einige hilfreiche Tipps gab. Von da an ging alles rasend schnell. Anfang Mai schickte ich meine Bewerbung ab und Anfang Juni hatte ich bereits mein Match: Eine Familie in Columbus, Ohio mit zwei Kids. Ich sollte auf einen zweijährigen Jungen und ein fünfjähriges Mädchen aufpassen und freute mich total! Erstmal ging es zur Au Pair-Schule in New York. Schon am Flughafen entdeckte ich die ersten anderen Au Pairs, und noch bevor es durch den Security Check ging, hatten sich erste Freundschaften gebildet. In den nächsten zwei Tagen erhielten wir Informationen über Kindererziehung, das Leben in den USA und Bastelstunden. Dann war es endlich so weit: Eine Sightseeingtour durch New York City stand auf dem Programm! Wir fuhren mit dem Bus durch die Stadt, stiegen aus, machten Fotos und fuhren weiter. Es blieb trotz allem noch etwas Zeit, um auf Shoppingtour zu gehen, und mit glänzenden Augen erforschten wir amerikanische Kleidergeschäfte wie Macy’s, Victoria’s Secret, Abercrombie & Fitch und Bergdorf Goodman. Endlich kam er, der Moment, auf den ich seit Langem gewartet hatte: Ich sah meine Gastfamilie zum ersten Mal. Ich wurde unglaublich herzlich begrüßt, die Kinder hatten mir Bilder gemalt und ich bekam Blumen geschenkt. In dem Augenblick, in dem ich die beiden Kleinen sah, habe ich mich in sie verliebt. Meine Gasteltern Kim und Russel wirkten ebenfalls sehr, sehr nett. Zu Hause erwartete mich ein riesiges Zimmer, mein eigenes Bad, ein tolles Haus mitten auf einem Golfplatz, ein Fitnessraum und das Highlight mein Auto: ein Mini Cooper! Ich fühlte mich sofort wie Zuhause und wusste, dass ich hier glücklich werden würde. Und so war es auch: Das folgende Jahr war das schönste in meinem Leben! Ich fühlte mich sofort wohl bei meiner zweiten Familie und dieser Zustand hält auch heute, neun Monate nach meiner Rückkehr nach Deutschland, noch an. Ich reiste sehr viel während meiner Zeit in den Staaten, besuchte die Ohio State University, um meine College-Credits zu bekommen, lernte Spanisch, machte tolle Erfahrungen, lernte viel über mich selbst, fand Freunde fürs Leben, verliebte mich und habe jetzt ein zweites Zuhause. Meine Betreuer in Deutschland und in den Staaten waren immer da, und wenn es auch bei mir keinerlei Probleme gab, konnte ich einige Gastfamilienwechsel bei Freunden miterleben, und dabei standen ihnen die Betreuer immer mit Rat und vor allem Tat zur Seite. Die monatlichen Au Pair-Meetings sorgten dafür, dass man neue Leute kennenlernte, und waren sehr abwechslungsreich gestaltet. Ich nutzte jede Sekunde in Ohio und blieb auch noch den 13. Monat, um mehr Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen. Ich kann jedem nur empfehlen, diesen Schritt zu wagen. Es macht sich nicht nur im Lebenslauf sehr gut, sondern vor allem wird die persönliche Entwicklung gefördert. Dieses Jahr hat mich mutig gemacht: Ich stehe kurz davor, ein englischsprachiges Studium in den Niederlanden zu beginnen und habe gerade erst drei Monate in Mexiko verbracht, um mein Spanisch zu verbessern. Es gibt nichts Besseres als ein Jahr im Ausland. Es wird euch nur Vorteile bringen. Ich bereue nicht, dass ich diesen Schritt gewagt habe und würde es sofort wieder tun!“ Cultural Care Au Pair 030-20347400 aupair.de@culturalcare.com www.culturalcare.de/itchyfeet itchy feet Nr.7, Ausgabe 2010 |
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