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Eine Studentin entdeckt, erlebt und berichtet ![]() USA in Theorie und Praxis: so wünschen es sich viele Studierende an deutschen Hochschulen. Im Rahmen der neuen internationalen Abschlüsse hegen sie den Wunsch, mithilfe eines Fachpraktikums in den Vereinigten Staaten ihren Horizont möglichst früh zu erweitern. Nach wie vor sind die USA für viele Praktikumsbewerber das Land des Business, der unbegrenzten Möglichkeiten und ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche berufliche Karriere, sei es im Bereich Marketing, in der Medienbranche oder in der internationalen Wirtschaft. Im Zeitalter der Globalisierung, Digitalisierung und des Networking hat die transatlantische Erfahrung einen hohen Stellenwert eingenommen. Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz, Länder- und Sprachexpertise werden immer wichtiger, gerade auch für Jungabsolventen. Ohne Soft Skills wie Flexibilität, Teamgeist, Mobilität oder Weltoffenheit geht in der Berufswelt von heute nichts mehr. Der fachlich geprägte Auslandsaufenthalt wird fast unabdingbar, denn wie sonst sollte sich ein Land in der Praxis am besten kennenlernen lassen. Ein Fachpraktikum in den USA sollte im Idealfall langfristig angedacht und geplant werden, um die Chance auf Realisierung zu erhöhen und um sich einen guten Praktikumsplatz zu sichern. Die spezifischen Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse während eines Auslandspraktikums können im späteren Berufsleben nämlich der Schlüssel zum Erfolg sein. Lea Mittmann, 23, Studentin der Germanistik und Amerikanistik, Johannes Gutenberg- Universität Mainz berichtet: „Mindestens drei Monate Auslandsaufenthalt: das ist für uns Amerikanisten in der Studienordnung vorgeschrieben. Viele Kommilitonen entscheiden sich für ein oder zwei Gastsemester. Doch ich wollte nicht in den USA studieren, sondern praktisch arbeiten. Ich wollte sehen, wie der Arbeitsalltag in Amerika so funktioniert. Theoretisches Wissen über Land, Leute und Literatur hatte ich ja schon während meines Studiums abgespeichert. Schließlich lebte und arbeitete ich für drei Monate in Scottsdale, Arizona, im Valley of the Sun, mit über 330 Sonnentagen im Jahr. Die Real Estate Branche mein Arbeitgeber während dieser Zeit profitiert dort vom Tourismus: Vor allem zur angenehmen Jahreszeit im Winter und Frühling zieht es viele sogenannte „snowbirds“ aus Kanada und Alaska dorthin. Für einige Monate mieten sie sich Wohnungen, um dem frostigen Wetter zu entfliehen. Dass mein Praktikum bei einer Maklerfirma nichts mit meinem späteren Berufsziel, Journalistin, zu tun hatte, machte es gerade spannend. Es war interessant, mehr über eine Branche zu lernen, von der ich vor meinem Praktikum eigentlich nicht viel wusste. Häufig begleitete ich meine amerikanischen Kollegen bei der Arbeit außerhalb des Büros. Ansonsten kümmerte ich mich darum, Immobilien-Anzeigen in das Branchen- Online-Verzeichnis zu stellen oder mögliche neue Mieter für die Immobilien, die meine Gastfirma verwaltet, zu „durchleuchten“. Oft war ich sehr überrascht. Nicht nur über die finanzielle Vergangenheit potenzieller Kunden meiner Firma bekam ich über „credit reports“ Auskunft, sondern ich konnte zugleich über ihre Arbeitgeber an Informationen über sie gelangen: „Ist Mr XY ein guter Mitarbeiter? Wie oft wird er bezahlt?“, waren meine Fragen am Telefon. Auch das Bezahlen der Miete läuft in den USA etwas anders, denn das funktioniert meistens per Scheck. Banküberweisungen und Daueraufträge sind eher unüblich. Ich lernte sehr viel. Vor allem spürte und übernahm ich viel von der positiven Lebenseinstellung und dem Selbstvertrauen der Amerikaner. Dadurch, dass ich in einer netten WG wohnte, die ich selbstständig über die Internetseite www.craigslist.com gefunden hatte, knüpfte ich schnell Kontakte. In meiner Freizeit besuchte ich Kurse am lokalen Community-College. Dort traf ich ebenfalls eine Reihe netter Leute und konnte mein Englisch perfektionieren. Unter all den Amerikanern bin ich kaum noch aufgefallen.“ Juliane Adameit, D.E.A. Coordinator USA-Interns Program Steuben-Schurz-Gesellschaft e.V. 069-71448609 info@usa-interns.org www.usa-interns.org itchy feet Nr.7, Ausgabe 2010 Werbung zum Thema: Praktika in den USA Praktikum in den USA |
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