| EF-Austauschschüler aus aller Welt zu Gast
Wie erklären Sie sich das gesteigerte Interesse im Ausland an einem Austauschjahr in Deutschland? Deutschland hat als Gastland in den letzten Jahren immer mehr an Reputation gewonnen. Die Schüler, die hier ein Schuljahr verbracht haben, kehren in der Regel zufrieden und voller guter Eindrücke in ihr Heimatland zurück und berichten davon Freunden und Verwandten. Die positiven Bilder aus Deutschland zur WM 2006 haben sicherlich dazu beigetragen, dass wir zum Schuljahr 2007/08 nun deutlich mehr Schüler haben als im Vorjahr. Aus welchen Ländern kommen die Schüler? Interessanterweise kommen die meisten Schüler aus Südamerika, mit Abstand angeführt von den beiden WM-Teilnehmern Brasilien und Ecuador. Abgesehen von Südamerika stammen die Schüler vornehmlich aus Ländern wie Australien, Neuseeland, den USA, Thailand, Hongkong, Italien, Schweden und Finnland. Und was gefällt den Schülern in Deutschland am besten? Neben Haribo und Milka-Schokolade schwärmen sie von unseren historischen Städten, den alten Bauwerken sowie von den traditionellen Feiertagen Ostern und Weihnachten. Die Australier freuen sich besonders über den Schnee und ihre erste Rodelpartie oder Schneeballschlacht. Die Südamerikaner hingegen sind immer wieder beeindruckt von unserer Ordnung und Pünktlichkeit. Allen Schülern gefällt der vergleichsweise lockere Unterricht und die Tatsache, dass man viel Freizeit hat. Wieso entscheiden sich Familien für die Aufnahme eines Austauschschülers? Die Gastfamilien sehen das halbe oder ganze Jahr als eine lohnenswerte Erfahrung an. Es ist nicht nur eine Bereicherung des Familienlebens, sondern auch eine gute Möglichkeit, sich selbst, die eigene sowie eine fremde Kultur besser kennen zu lernen. Ist es denn einfach, in Deutschland Gastfamilien zu finden? Die Suche nach Gastfamilien für asiatische und lateinamerikanische Schüler ist – trotz ihrer hohen Motivation – nicht immer einfach. Die meisten Gastfamilien gewinnen wir durch die positive Erfahrung, die die eigenen Kinder während eines EF Austauschjahres im Ausland gemacht haben. Sollte sich eine Familie dazu entschließen, einen Gastschüler aufzunehmen, während das eigene Kind mit EF im Ausland ist, gewähren wir einen Preisnachlass von 300,- € auf die Programmkosten. Wo wohnen die Gastfamilien in Deutschland? Unsere Gastfamilien kommen zum großen Teil aus dem Norden und Osten Deutschlands. Bis jetzt haben wir noch nicht herausgefunden, weshalb der Süden und Westen der Republik – von einigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen – bei der Aufnahme von Gastschülern etwas zögerlicher ist. Welche Anforderungen stellen Sie an die Gastfamilien? Herzlichkeit, Toleranz, Neugierde und Interesse an fremden Kulturen. Wichtig ist, dass die Gasteltern die Rolle zweiter Eltern für ihre Austauschschüler einnehmen und wirkliche Gasteltern sein wollen. Formal: Die Gastfamilien müssen in der Lage sein, ein Zimmer und die üblichen Mahlzeiten bereitzustellen. Unsere Austauschschüler müssen nicht unbedingt ein eigenes Zimmer haben, sollten sich aber nicht mit einem Kind unter zwölf Jahren ein Zimmer teilen. EF steht für Education First und bietet seit nunmehr 42 Jahren erfolgreich Sprachreisen an und organisiert seit 1979 das Schüler-Austauschprogramm EF High School Year. Mehrere zehntausend Schüler aus aller Welt haben seitdem an diesem Programm teilgenommen. Deutsche Schüler können in folgenden Ländern ein ganzes oder halbes Schuljahr verbringen: USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien, Neuseeland, Frankreich, Costa Rica, Japan und China. EF High School Year Deutschland 0800-4444724 (kostenfrei) highschoolyear.de@ef.com www.effoundation.org www.ef.com/highschool itchy feet Nr.5, Ausgabe 2008 |
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